Bauzinsen steigen auf 4 % – Warum Finanzierungen trotz EZB-Leitzins von 2,5 % teurer werden
Bauzinsen bei 4 % trotz niedrigem EZB-Leitzins: warum Finanzierungen teurer bleiben und was das für Käufer und…
AnsehenKaufnebenkosten in Sachsen berechnen: 5,5 % Grunderwerbsteuer, Notar, Grundbuch und Makler – mit interaktivem Rechner.
Veröffentlicht am 19. Juli 2026 · Aktualisiert am 29. August 2026
Ihr AnsprechpartnerRobin Tobermann · Geschäftsführer
Das Wichtigste in Kürze
Wer in Leipzig oder im Umland eine Immobilie kauft, zahlt nicht nur den Kaufpreis: Bis zur Eintragung ins Grundbuch kommen mehrere Pflicht-Posten hinzu, die nicht über den Immobilienkredit mitfinanziert werden sollten, sondern in der Regel aus Eigenkapital zu leisten sind. Die drei festen Blöcke:
Dazu kommt – je nach Objekt – die Maklerprovision: Beim Verkauf einer Wohnung oder eines Einfamilienhauses an private Käufer schreibt § 656c BGB die hälftige Teilung zwischen Käufer und Verkäufer vor. Den vereinbarten Gesamtsatz nennt das Exposé; was in der Provision alles enthalten ist, zeigt unsere Seite zur Maklerprovision in Leipzig.
Kaufpreis eingeben, optional den Maklersatz aus dem Exposé ergänzen – der Rechner zeigt alle Posten einzeln und die Gesamtsumme.
Beurkundeter Kaufpreis ohne bewegliches Inventar.
Die Höhe ist Vereinbarungssache; bei Doppeltätigkeit zahlen Käufer und Verkäufer je die Hälfte (§ 656c BGB).
Unverbindliche Orientierung. Notar-/Grundbuchkosten richten sich nach dem GNotKG und dem Einzelfall (z. B. Grundschuldbestellung); maßgeblich sind die tatsächlichen Rechnungen.
Alle Posten zusammengenommen ergibt sich beim Hauskauf in Sachsen eine typische Spanne von grob 7 bis 13 % des Kaufpreises – je nachdem, ob und in welcher Höhe eine Maklerprovision anfällt:
Wichtig für die Budgetplanung: Diese Nebenkosten fallen zusätzlich zum Kaufpreis an und schmälern nicht den Wert der Immobilie – die Bank rechnet sie daher bei der Beleihung nicht mit. Wer die genauen Beträge für sein Objekt wissen will, nutzt den Rechner oben oder die Detail-Ratgeber zu Notarkosten und Maklerprovision.
Ein vereinfachtes Beispiel macht die Größenordnung greifbar (Annahme: 300.000 € Kaufpreis, Maklerprovision 6 % zzgl. MwSt. hälftig geteilt – die konkreten Sätze können abweichen):
Ohne Makler – etwa beim Kauf vom Bauträger oder privat – bleiben rund 21.000 bis 22.500 € (7,0 bis 7,5 %). Wie viel Eigenkapital Banken dafür üblicherweise sehen wollen, erklärt der Ratgeber Eigenkapital beim Hauskauf.
Ganz vermeiden lassen sich die Nebenkosten nicht – an einigen Stellschrauben können Käufer aber ansetzen:
Der Bescheid vom Finanzamt kommt einige Wochen nach der Beurkundung; fällig ist die Steuer einen Monat nach Bekanntgabe. Erst nach Zahlung stellt das Finanzamt die Unbedenklichkeitsbescheinigung aus – ohne sie keine Eigentumsumschreibung im Grundbuch.
Banken finanzieren die Nebenkosten in der Regel nicht mit – sie sind der klassische Eigenkapital-Einsatz. Eine Finanzierung über 100 % des Kaufpreises hinaus („110-%-Finanzierung“) ist nur in Ausnahmefällen und zu deutlich schlechteren Konditionen möglich. Mehr dazu in unserem Überblick zur Immobilienfinanzierung und im Ratgeber Eigenkapital beim Hauskauf.
Beim Verkauf von Wohnungen und Einfamilienhäusern an private Käufer gilt seit Ende 2020 die gesetzliche Teilung: Der Verkäufer muss mindestens die Hälfte tragen (§ 656c BGB). Käufer und Verkäufer zahlen also üblicherweise je 50 % des vereinbarten Satzes.
Nein. Die Gebühren sind im GNotKG bundeseinheitlich festgelegt und richten sich nach dem Kaufpreis – jeder Notar rechnet identisch ab. Sparen lässt sich hier nur durch eine schlanke Vertragsgestaltung, etwa wenn keine Grundschuld eingetragen werden muss.
Fest stehen 5,5 % Grunderwerbsteuer sowie etwa 1,5 bis 2,0 % für Notar und Grundbuchamt – ohne Makler also rund 7,0 bis 7,5 % des Kaufpreises. Kommt eine hälftig geteilte Maklerprovision hinzu, liegt die Gesamtsumme je nach vereinbartem Satz typischerweise grob zwischen 10 und 13 %. Die genauen Beträge für Ihr Objekt liefert der Rechner oben auf dieser Seite.
Bei selbst genutzten Immobilien sind die Kaufnebenkosten steuerlich grundsätzlich nicht absetzbar. Bei vermieteten Objekten zählen Grunderwerbsteuer, Notarkosten für den Kaufvertrag und Maklerprovision zu den Anschaffungsnebenkosten – sie erhöhen die Bemessungsgrundlage und wirken über die Gebäudeabschreibung (AfA, § 7 EStG) verteilt über die Nutzungsdauer. Kosten der Finanzierung – etwa die Grundschuldbestellung – sind dagegen sofort als Werbungskosten abziehbar. Für die konkrete Gestaltung gehört das Thema in die Steuerberatung.
Die Posten sind dieselben, aber es gibt zwei Besonderheiten: Meist entfällt die Maklerprovision, und die Grunderwerbsteuer wird bei getrennten Verträgen für Grundstück und Bauleistung im Regelfall trotzdem auf den Gesamtpreis fällig („einheitliches Vertragswerk“). Hier lohnt die frühe Beratung.
Steht das Gesamtbudget, beginnt die Suche: Aktuelle Angebote finden Sie unter Wohnung kaufen in Leipzig und Haus kaufen in Leipzig – oder Sie legen ein Suchprofil an und erhalten neue Objekte, bevor sie auf den Portalen stehen.
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